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Mit einer Kranichfeder

Mit einer Kranichfeder

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2014. 76 S. 12,80 €
ISBN 978-3-95632-195-5

Große Ausdruckskraft auf kleinstem Raum: So läßt sich HAIKU beschreiben. Diese jahrhundertealte Gedichtform Japans folgt traditionell festen formalen und inhaltlichen Strukturen, die hier sehr bewußt umgesetzt wurden. Zarte Gebilde sind diese reizeiler. Sie lassen Natur- und Landschaftsmomente aufblitzen wie Kristalle, formen minimalistische Kurzgeschichten. Ein jahreszeitlicher Bogen spannt sich durch das Buch, inspiriert von der urtümlichen Landschaft des Darß, aber auch von alten Parks und Klöstern.
Die Konzentration richtet sich ganz auf den Augenblick der Wahrnehmung - eine Nähe zur Zen-Philosophie wird spürbar. Das läßt innehalten, durchatmen und verweilen. Und dann entdeckt man das Bild hinter dem Bild, eine hintergründige Weite und Tiefe. Eine meditative Stille stellt sich ein, die eigenen interpretationen Raum gibt.

Den Haiku wesensverwandt im Andeuten und Aussparen sind die Illustrationen in japanischer Tuschmalerei von Rita Böhm. »Der Weg der schwarzen Tusche« (Sumi-e) und der Weg des Haiku haben ein gemeinsames Ziel: Achtsamkeit, Harmonie, Ganzheit.

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Comments

  • 19. Februar 2016

    Eine schöne Idee!
    Letztes Jahr habe ich in Leipzig die Lesung von Gontran Peer, Susanne Leiste-Bruhn und Maren Schönfeld gehört, ein wunderbares Erlebnis.
    Ich schreibe seit etwa vier Jahren Haiku und bin an der Ausschreibung interessiert.
    Herzliche Grüße aus Saarbrücken
    Eva Limbach

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